Initiativbewerbung: So kommst du an Jobs, die nie ausgeschrieben werden

Nur 8 Minuten Lesezeit

veröffentlicht am 13.05.2025
anleitung wie du eine initiativbewerbung schreibst

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der verdeckte Arbeitsmarkt: Viele Stellen werden nie ausgeschrieben, sondern intern oder über Kontakte besetzt. Initiativbewerbungen ermöglichen dir Bewerbungen mit kaum Konkurrenz.
  • Wähle den richtigen Kanal: E-Mail für klassische Branchen, LinkedIn für Start-ups und Tech-Unternehmen, Telefon als direkter Erstkontakt, Kontaktformulare nur als letzten Ausweg.
  • Recherche ist Key: Bei Inititativbewerbungen musst du die Aufmerksamkeit gewinnen. Mit Plan und ein wenig Detektivarbeit erhöhst du deine Chancen!
  • Das Anschreiben: Kein generischer Einstieg, sondern ein konkreter Bezug zum Unternehmen. Persönliche Anrede, klare Argumente, selbstbewusster Schlusssatz.
  • Follow Ups: Ein Follow-up nach etwa einer Woche zeigt Interesse, ein zweites nach drei Wochen hält dich in Erinnerung.

Abschluss in der Tasche und trotzdem keinen Job🎓

Noch ein, zwei Semester und dann? Die Frage kommt mittlerweile von jedem, der älter ist als du. Also let's go. Anschreiben schreiben, abschicken, warten. Zwei Wochen nichts. Dann eine Standardabsage.

Was dabei kaum jemand weiß: Manche Stellen tauchen auf keinem Jobportal auf. Sie werden intern besetzt, über Kontakte vermittelt oder vergeben an jemanden, der sich einfach initiativ gemeldet hat. Ohne Ausschreibung, ohne 200 Mitbewerber, ohne Lotterie-Feeling.

Genau das ist die Initiativbewerbung. In diesem Artikel lernst du, wie du sie so schreibst, dass sie tatsächlich geöffnet wird. Wir geben dir Vorlagen zum Kopieren, einer Recherche-Checkliste und zeigen dir, wo deine Chancen wirklich gut sind.

So kann dich eine Initiativbewerbung ans Ziel bringen🏁

Einfach erklärt: Du bewirbst dich bei einem Unternehmen, ohne dass eine passende Stelle ausgeschrieben ist. Du gehst also nicht auf ein Stellenangebot ein sondern du klopfst selbst an die Tür.

Das klingt erstmal mutig. Ist es auch ein bisschen. Aber vor allem ist es smart.

Denn wenige Bewerber/-innen nutzen überhaupt den verdeckten Arbeitsmarkt. Das heißt, du hast von Anfang an so gut wie keine Konkurrenz.

Welchen Kanal solltest du nutzen?

Nicht jede Initiativbewerbung kommt als klassische E-Mail mit PDF-Anhang daher. Welche die richtige ist Option ist, hängt aber auch vom Unternehmen ab:

🟢E-Mail

Funktioniert gut bei mittelgroßen Unternehmen und eher klassischen Branchen. Wichtig: Schick sie direkt an eine Ansprechperson und nicht ans allgemeine info@-Postfach, das niemand liest.

🟢LinkedIn-Nachricht

Für Start-ups, Agenturen, Tech- und Marketingunternehmen ist eine Bewerung per DM oft sogar besser als die formelle E-Mail. Der Schlüssel: kurz halten. Fünf Sätze max. Wer einen Roman bekommt, liest ihn nicht.

🟢Telefon

Ein kurzer Anruf vor der eigentlichen Bewerbung kann helfen: Du findest den richtigen Ansprechpartner heraus und hinterlässt direkt einen ersten Eindruck. Die Frage ist simpel: „Ich möchte mich initiativ bewerben. An wen kann ich mich wenden?" Achtung aber: Daraus kann spontan ein kurzes Vorstellungsgespräch werden. Leg dir also am besten deinen Lebenslauf und ein paar Stichpunkte zu dir bereit.

🔴Kontaktformular

Kontaktformulare sollten dein letzter Ausweg sein. Wenn du weder eine direkte E-Mail-Adresse noch ein LinkedIn-Profil findest, kannst du das Kontaktformular der Website nutzen. Aber: Schau vorher genau hin. Manche Unternehmen haben auch ein extra Feld für Initiativbewerbungen, das wäre perfekt. Eine Weiterleitung an eine info@ wird warscheinlich eher übersehen.

Die richtige Recherche für die Initiativbewerbung🔍

Bevor du schreibst, kommt der wichtigste Schritt: Recherche. Nicht das einfache „ich google kurz den Namen"-Recherchieren, sondern echte Detektivarbeit. Die gute Nachricht: Du musst dabei kein LinkedIn-Premium-Abo haben und auch kein Insider-Netzwerk. Du brauchst nur die richtigen Quellen und einen Plan, wonach du suchst.

Signale, die auf Bedarf hinweisen (oder auch nicht)

Nicht jedes Unternehmen ist zum gleichen Zeitpunkt ein gutes Ziel. Das hier sind die Zeichen, die dir zeigen, dass du durchaus Chancen hast:

👍jetzt bewerben:

  • Das Unternehmen hat in letzter Zeit neue Mitarbeiter auf LinkedIn angekündigt
  • Es gibt offene Stellen in angrenzenden Bereichen (kein exakter Treffer für dich, aber ähnlich)
  • Die Firma ist in der Presse (neues Produkt, neue Märkte, Wachstumsmeldungen)
  • Die Website oder der LinkedIn-Auftritt wurde kürzlich überarbeitet (zeigt: da tut sich was)
  • Du kennst jemanden, der dort arbeitet, und der sagt: „Wir suchen eigentlich immer Leute

👎lieber warten:

  • Aktuelle Schlagzeilen zu Entlassungen oder Stellenabbau
  • Unternehmen mit Einstellungsstopp oder in einer erkennbaren Krise
  • Glassdoor-Bewertungen zeigen anhaltend schlechte Stimmung im Team
  • Die letzte LinkedIn-Aktivität des Unternehmens ist Monate alt

So sehene deine Chancen aus ✈️

Unternehmenstyp
Chance
Grund
KMU (10–250 MA)
🟢hoch
Kein riesiger Bewerbungseingang, Bedarf entsteht oft spontan
Start-up / Scale-up
🟢hoch
Wachsen schnell, haben selten einen festen Hiring-Plan
Mittelgroße Agentur
🟡mittel
Kommt auf Zeitpunkt und deine Spezialisierung an
NGO / Soziale Träger
🟡mittel
Oft knappe Budgets, aber hohes Interesse an motivierten Menschen
DAX-Konzern
🔴niedrig
Strikte HR-Prozesse, Bewerbungen versanden leicht

Schneller Recherche-Guide für deine Bewerbung 🕵️

Fünf Quellen, die du systematisch durchgehen solltest:

1. Unternehmenswebsite

Start immer hier. Schau dir die Karriereseite an, die Teamseite, den „Über uns"-Bereich. Wie präsentiert sich das Unternehmen? Gibt es vielleicht sogar ein dediziertes Feld für Initiativbewerbungen? Außerdem lohnt es sich, den Suchbegriff „Initiativbewerbung" plus den Unternehmensnamen zu googeln oft findest du dort auch hilfreiche Hinweise des Unternehmens.

2. LinkedIn

Schau dir die Company Page an: Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen? Ist die Zahl in den letzten Monaten gestiegen? Gibt es offene Stellen? Wenn ja, in welchen Bereichen? Analysiere auch mögliche Ansprechpartner: Wer leitet die Abteilung, in der du arbeiten willst?

3. News

Unternehmensname + letztes Jahr in die News-Suche eingeben. Was taucht auf? Wachstum, neue Produkte, Investitionen? Das ist ein gutes Zeichen. Stellenabbau, Skandale, schlechte Quartalszahlen? Lieber Finger weg.

4. Glassdoor / Kununu

Nicht nur für Bewertungen interessant, sondern auch für Einblicke in die Teamstruktur und den Bewerbungsprozess. Haben frühere Bewerber/-innen vielleicht erwähnt, wie auf Initiativbewerbungen reagiert wurde? (Das kommt öfter vor als man denkt)

5. Xing (für DACH)

Gerade für traditionellere Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz oft noch aktiver als LinkedIn. Auch über Jobportale lassen sich Ansprechpartner finden und zwar nicht die HR-Abteilung, sondern direkt die Person, die dich braucht.

Faustregel: Bei kleinen Unternehmen (unter 50 Personen) schreibst du direkt an die Geschäftsführung. Bei mittelgroßen Unternehmen an die Teamleitung der relevanten Abteilung. Bei größeren Firmen an den Hiring Manager.
Recherche Checkliste für die Initiativbewerbung

Muster-Anschreiben für deine Initiativbewerbung 📨

Das Gute: Eine Initiativbewerbung hat mehr Freiheiten als eine reguläre Bewerbung. Keine Anforderungsliste, die du Punkt für Punkt abarbeiten musst. Keine vorgegebene Struktur, die du 1:1 erfüllen sollst. Du bestimmst, was du zeigst – und genau das ist deine Chance:

1. Betreffzeile

Die Betreffzeile muss mindestens das Wort „Initiativbewerbung" enthalten und direkt die Position oder den Bereich nennen, für den du dich interessierst. Klingt banal, aber viele schreiben einfach nur „Initiativbewerbung"; das ist zu ungenau.

„Initiativbewerbung als Werkstudentin im Bereich Content Marketing"

„Initiativbewerbung"

2. Anrede

Immer persönlich! Du hast bereits viel recherchiert, also weißt du den Namen deiner Ansprechpartner/-innen. Eine persönliche Anrede beweist, dass du gut recherchiert hast. „Sehr geehrte Damen und Herren" ist die Notlösung, wenn wirklich gar kein Name auffindbar ist.

3. Einleitung

Der wichtigste Satz der ganzen Bewerbung. Sätze wie „Hiermit bewerbe ich mich initiativ bei Ihnen" sind ein absolutes No-Go. Du brauchst einen Einstieg, der neugierig macht und am besten einen direktem Bezug zum Unternehmen zeigt.

Frag dich: Was weißt du über das Unternehmen, das zeigt, dass du wirklich nachgedacht hast? Ein neues Produkt, eine aktuelle Kampagne, ein Wachstumsschritt,... Der erste Satz soll zeigen, dass du dich wirklich vorbereitet hast.

4. Hauptteil

Hier geht es nicht darum, deinen Lebenslauf nochmal zu schreiben. Im Hauptteil bringst du deine stärksten Argumente, belegst Fähigkeiten mit konkreten Beispielen und zeigst, was du für genau dieses Unternehmen mitbringst.

Die drei Fragen, die du hier beantworten musst:

  • Was kannst du? (konkret, nicht „teamfähig und kommunikativ")
  • Was willst du bei diesem Unternehmen machen?
  • Warum passt du zu genau diesem Unternehmen?

5. Schlusssatz & Call-to-Action

Im letzten Satz vermittelst du nochmal Überzeugung. Vermeide Konjunktive und stelle dich selbstbewusst dar.

„Ich freue mich auf ein Gespräch und schlage gerne einen kurzen 20-Minuten-Call vor."

„Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen könnten..."

Copy-Paste Vorlagen für das Anschreiben

Hinweis: Diese Vorlagen sind Ausgangspunkte und keine Fertigprodukte. Füll die eckigen Klammern mit echten Infos über das Unternehmen und dich.

Vorlage 1 – E-Mail: Werkstudentenstelle / Praktikum

Betreff: Initiativbewerbung als Werkstudent/-in im Bereich [Bereich] – [Dein Name]

Guten Tag [Vorname Nachname],

[Unternehmensname] baut gerade [z.B. sein Content-Team aus / seinen Social-Media-Auftritt neu auf / seine Präsenz im DACH-Markt] und genau da würde ich gerne ansetzen.

Ich studiere [Studiengang] im [x.] Semester an der [Hochschule] und schließe voraussichtlich im [Monat/Jahr] ab. In den letzten [x Monaten/Semestern] habe ich [konkrete Erfahrung, z.B. Werkstudentenstelle bei XY, eigenes Projekt, relevantes Praktikum] gesammelt und dabei vor allem [1–2 relevante Skills] entwickelt.

Was ich mitbringe: [2–3 Sätze, was du konkret kannst und wie es zum Unternehmen passt. Kein Fließtext-Lebenslauf – ein konkretes Argument.]

Ich würde mich freuen, das in einem kurzen Gespräch zu vertiefen. Ich bin ab [Datum] verfügbar und flexibel, was das Timing angeht.

Viele Grüße,

[Dein Name][Telefonnummer] | [LinkedIn-Profil]

Lebenslauf im Anhang.

Vorlage 2 – E-Mail: Berufseinstieg nach Abschluss

Betreff: Initiativbewerbung als [Position] – Berufsstart [Monat/Jahr] | [Dein Name]

Guten Tag [Vorname Nachname],

ich verfolge [Unternehmensname] schon eine Weile, besonders [konkretes Projekt / Produkt / Entwicklung] hat mich überzeugt, dass ihr genau das macht, woran ich arbeiten will.

Ich schließe meinen [Studiengang]-Abschluss an der [Hochschule] im [Monat/Jahr] ab und suche danach eine [Vollzeit-/Einstiegsposition] im Bereich [Bereich]. Während meines Studiums habe ich [relevante Erfahrung: Praktika, Werkstudentenstelle, Abschlussarbeit, Projekte] mit Fokus auf [konkretes Thema/Skill].

Ich bewerbe mich initiativ, weil Sie genau das machen, wofür ich [die letzten Semester gearbeitet habe].

Haben Sie 20 Minuten für ein kurzes Kennenlernen? Ich bin ab [Datum] flexibel erreichbar.

Mit freundlichen Grüßen,

[Dein Name][Telefonnummer] | [LinkedIn-Profil]

Vollständige Unterlagen im Anhang.

Vorlage 3 – LinkedIn-Direktnachricht

Hallo [Vorname],

ich bin auf [Unternehmensname] aufmerksam geworden, weil [ein konkreter Satz: aktuelles Projekt, Artikel, Wachstum, Produkt].

Ich studiere [Studiengang] und schließe im [Monat/Jahr] mit Schwerpunkt auf [Thema/Skill] ab. Ich würde sehr gerne kurz mit dir sprechen, ob es bei euch eine passende Möglichkeit für einen Einstieg im Bereich [X]gibt.

Hast du 15 Minuten für einen kurzen Call?

Viele Grüße, [Dein Name]

Wichtig bei LinkedIn: Kein Anhang beim Erstkontakt. Erst wenn Interesse signalisiert wird, schickst du Unterlagen nach.

Follow-up: Dran bleiben ohne zu nerven 💻

Du hast die Bewerbung abgeschickt. Und jetzt?

Das Schweigen nach einer Initiativbewerbung ist normal und kein Zeichen dafür, dass nichts passiert. Unternehmen haben oft keinen Prozess für Initiativbewerbungen wie für reguläre Stellen. Deine E-Mail landet also irgendwo zwischen Tagesgeschäft, Meetings und dem Rest des Posteingangs.

Genau deshalb ist ein gutes Follow-up ein wichtiger Bestandteil deiner Bewerbung

Die 3-Touch-Methode

Drei Kontaktpunkte, klare Zeitabstände, kein aufdringlicher Vibe:

Tag 0: Bewerbung abschicken
Tag 7–10: Follow-up 1 – kurze, freundliche Erinnerung
Tag 21: Follow-up 2 – neuer Aufhänger
Danach: Loslassen oder es in 3 Monaten neu versuchen

Mehr als zwei Follow-ups sind in den seltensten Fällen sinnvoll. Warte nach deiner Bewerbung etwa 1-2 Wochen, bevor du nachfragst. Das unterstreicht dein Interesse, ohne aufdringlich zu wirken.

Follow-Ups zum Copy Pasten

Follow-up 1 – die Erinnerung

Betreff: Kurze Nachfrage – Initiativbewerbung [Dein Name]

Guten Tag [Vorname Nachname],

ich wollte kurz nachfragen, ob meine Bewerbung vom [Datum] bei Ihnen angekommen ist und ob es von Ihrer Seite Rückmeldung gibt.

Mein Interesse an [Unternehmensname] ist unverändert. Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

Viele Grüße,[Dein Name]

Follow-up 2 – der neue Aufhänger

Hier machst du es etwas interessanter. Statt nochmal zu fragen „habt ihr mich vergessen?" gibst du einen neuen Grund, warum du dich meldest, zu Beispiel einen neuen Artikel über das Unternehmen, ein Event oder ein Projekt das dich beschäftigt hat.

Betreff: [Unternehmensname] [konkrete News] – kurze Nachfrage

Guten Tag [Vorname Nachname],

ich habe letzte Woche gelesen, dass [Unternehmensname] [konkrete News: neues Produkt, Projekt, Kampagne]. Das hat mein Interesse nochmal bestätigt.

Gibt es inzwischen eine Möglichkeit für ein kurzes Gespräch?

Viele Grüße,[Dein Name]

Was tun bei einer Absage auf deine Inititativbewerbung?

Eine höfliche Antwort auf eine Absage hinterlässt einen besseren Eindruck und viele Unternehmen speichern Initiativbewerbungen für zukünftige offene Stellen. Ein kurzer Satz reicht:

„Vielen Dank für die Rückmeldung. Darf ich mich in ein paar Monaten nochmal melden, falls sich etwas ergibt?"

Fast niemand sagt dazu Nein.

Bei anhaltendem Schweigen:

Nach Follow-up 2 kam immer noch nichts? Dann solltest du es für jetzt erstmal sein lassen. Drei Monate später kannst du es erneut versuchen, idealerweise mit einem neuen Aufhänger: du hast deinen Abschluss gemacht, ein neues Projekt abgeschlossen, eine neue Skill erworben oder das Unternehmen in einem anderen Kontext wiederentdeckt.

Das Ziel dahinter ist als höflich, professionell und trotzdem hartnäckig in Erinnerung zu bleiben.

Fazit

Es gibt einen riesigen Teil des Stellenmarkts, der auf keinem Jobportal auftaucht. Die meisten Studis ignorieren ihn komplett. Und du nicht mehr.

Eine gute Initiativbewerbung ist kein Glücksspiel – sie ist das Ergebnis von echter Recherche, einem ehrlichen Mehrwertangebot und dem Mut, einfach anzufangen. Kein perfekter Zeitpunkt. Kein perfektes Anschreiben. Einfach anfangen.

Dein 3-Schritte-Plan für diese Woche

Schritt 1: Drei Unternehmen aussuchen

Nutze die Chancen-Ampel und such dir Unternehmen, bei denen die Signale auf Grün stehen.

Schritt 2: Recherchieren

Geh die Checkliste durch. Finde den richtigen Ansprechpartner. Lies dich ein. Versteh, was das Unternehmen gerade bewegt.

Schritt 3: Erste Bewerbung schreiben und abschicken

Nimm die passende Vorlage, füll sie mit echten Infos und schick sie ab. Nicht „fast fertig" im Entwurfsordner lassen.

FAQ

Was ist eine Initiativbewerbung?

Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung, die du ohne konkrete Stellenausschreibung an ein Unternehmen schickst. Das macht besonders dann Sinn, wenn du ein Unternehmen gezielt im Blick hast, dort aber gerade keine passende Stelle ausgeschrieben ist, denn ein großer Teil des Arbeitsmarkts wird nie öffentlich ausgeschrieben, sondern über Kontakte oder eben Initiativbewerbungen besetzt. Gerade bei KMUs, Start-ups und Agenturen sind deine Chancen dabei oft ziemlich gut.

Wie schreibt man eine Initiativbewerbung und was muss ins Anschreiben?

Die Einleitung muss einen konkreten Bezug zum Unternehmen haben, kein generisches „Hiermit bewerbe ich mich". Im Hauptteil beantwortest du drei Fragen: Was kannst du konkret, was willst du dort tun, und warum passt du genau zu diesem Unternehmen? Der Betreff sollte immer das Wort „Initiativbewerbung" plus den angestrebten Bereich enthalten, und der Schlusssatz gehört selbstbewusst formuliert, also ohne Konjunktiv.

Was tun, wenn auf die Initiativbewerbung keine Antwort kommt?

Kein Grund zur Panik. Schweigen ist bei Initiativbewerbungen normal. Schick nach 7–10 Tagen ein kurzes Follow-up und falls dann immer noch nichts kommt, nach drei Wochen eine zweite Nachricht mit einem neuen Aufhänger. Danach gilt: loslassen und frühestens nach drei Monaten erneut versuchen, idealerweise mit einem neuen Grund für die Kontaktaufnahme.

verdekter Arbeitsmarkt
gute Chancen bei KMU & Start-Ups
Bewerbung ohne Stellenausschreibung
konkreter Bezug
aussagekräftig
‍passender Betreff
1. Follow-up nach 7-10 Tagen
2. Follow-up nach 3 Wochen
neue Bewerbung nach 3 Monaten
Support statt Gatekeeping

Sophie Bikkel

Student Communication Managerin

Seit 2024 kümmert sich Sophie als Student Communication Managerin sorgsam um unsere Studis und weiß genau, was sie aktuell beschäftigt. Durch ihren Anglistik-Bachelor in Kombination mit Kommunikation & Medien kann sie Themen wie das Anfertigen einer Thesis, Sorgen rund um Finanzen im Studium und den Start ins Berufsleben bestens nachvollziehen – und möchte Studis aktiv dabei helfen, diese Herausforderungen erfolgreich und entspannt zu meistern.