Gehalt wichtig – aber nicht alles: So wählt die Generation Z ihren Arbeitgeber

Die Uniwunder-Studie zeigt, welche Kriterien für Studierende bei der Arbeitgeberwahl zählen – von Gehalt bis Transparenz und Entwicklungsperspektiven.

Neue Uniwunder-Studie zeigt, worauf es Studierenden wirklich ankommt

Dresden – Wie entscheiden sich junge Menschen für ihren ersten Job? Eine aktuelle Umfrage von Uniwunder unter 949 Studierenden kurz vor dem Abschluss zeigt: Die Wahl des Arbeitgebers beginnt lange vor der ersten Bewerbung – und folgt klaren Prioritäten.

Viele haben ihren Favoriten schon im Kopf – bleiben aber offen

Rund 65 % der Befragten haben bereits eine Auswahl an potenziellen Arbeitgebern im Kopf. Gleichzeitig geben 84 % an, dass diese Auswahl noch veränderbar ist.

Das bedeutet: Auch kurzfristig können neue Unternehmen interessant werden – vorausgesetzt, sie werden überhaupt wahrgenommen.

„Junge Menschen entscheiden sich nicht von heute auf morgen für einen Arbeitgeber. Es ist ein Prozess, der sich über Monate entwickelt – geprägt von Eindrücken, Erfahrungen und Sichtbarkeit“, sagt Matthias Auer, Geschäftsführer von Uniwunder.

Gehalt, Bewertungen & Work-Life-Balance sind die Basis

Wenn es um die erste Einschätzung geht, zählen vor allem die „harten Fakten“:

  • 77 % schließen Arbeitgeber bei schlechter Bezahlung aus
  • 66 % bei negativen Mitarbeiterbewertungen

Auch eine schlechte Reputation kann dazu führen, dass ein Unternehmen gar nicht erst in Betracht gezogen wird.

Sympathie und Perspektiven entscheiden am Ende

Sobald ein Arbeitgeber in die engere Auswahl kommt, spielen andere Faktoren eine entscheidende Rolle:

  • Wirkt das Unternehmen sympathisch?
  • Gibt es echte Entwicklungsmöglichkeiten?
  • Werden Einblicke in den Arbeitsalltag gegeben?

Besonders wichtig: Transparenz über Karrierechancen. Fehlen diese Informationen, springt etwa jede dritte Person wieder ab.

„Wer junge Talente überzeugen will, muss mehr zeigen als Benefits. Es geht darum, ein echtes Gefühl für Kultur, Menschen und Perspektiven zu vermitteln“, so Auer.

Social Media ersetzt klassische Jobmessen

Die meisten Studierenden entdecken Arbeitgeber heute über Social Media – noch vor Jobportalen oder Empfehlungen. Klassische Karrieremessen spielen dagegen nur noch eine Nebenrolle: Nur 19 % werden dort auf neue Unternehmen aufmerksam.

Was die Generation Z wirklich sucht

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die Generation Z sucht nicht nur einen Job, sondern Orientierung, Sicherheit und Entwicklung.

Gefragt sind:

  • faire Bezahlung
  • transparente Kommunikation
  • authentische Einblicke
  • klare Perspektiven

Für Unternehmen bedeutet das: Wer junge Talente erreichen will, muss nicht nur attraktiv sein – sondern auch sichtbar, glaubwürdig und nahbar auftreten.

Oder anders gesagt: Der erste Eindruck zählt – aber nur, wenn er überhaupt entsteht.