Wohnungsbesichtigung als Student/-in – Die Besten Tipps!

Nur 5 Minuten Lesezeit

veröffentlicht am 21.05.2025

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Schnell reagieren & erster Eindruck: Direkt auf Inserate antworten, persönliche Anrede und kurze Vorstellung mit Studiengang/Job geben.
  • Auftritt beim Besichtigungstermin: Sauber, gepflegt und pünktlich erscheinen; Besichtigung wie ein kleines Bewerbungsgespräch betrachten.
  • Unterlagen vorbereiten: Bewerbungsmappe mit Personalausweis, Studentenausweis, Lebenslauf, Einkommensnachweis, ggf. Bürgschaft der Eltern und SCHUFA-Auskunft.
  • Fragen klug stellen & Rechte kennen: Eigene Fragen zu Wohnung, Umgebung und Hausregeln vorbereiten; unzulässige Fragen des Vermieters müssen nicht beantwortet werden.

Der erste Kontakt: So hinterlässt du einen guten Eindruck🏅

Horrende Mietpreise, kleine Zimmer und ein harter Konkurrenzkampf – das ist der Alltag für viele Studierende auf Wohnungssuche. Mit ein paar cleveren Strategien kannst du dich von anderen Bewerber/-innen abheben und beim Vermieter punkten:

Findest du auf Wohnungsportalen oder Uni-Aushängen eine interessante Wohnung, zögere nicht lange. Schnell reagieren lohnt sich, denn meist zählt der erste Eindruck.


Wenn eine Telefonnummer angegeben ist, ruf direkt an, wir wissen, für viele ist das eine Überwindung ABER: so bekommt der Vermieter oder die Vermieterin schon einen Eindruck von dir und deine Chancen steigen.

In wenigen Sätzen solltest du dich vorstellen: Wer bist du, was studierst du oder arbeitest du und woher kommst du? Solltest du doch eine Mail schreiben ist eine persönliche Anrede in einer E-Mail und ein höflicher Gruß ein Muss und wirkt dirket professionell. Vergiss nicht, Kontaktinformationen und Rückrufnummer anzugeben.

Der Besichtigungstermin – sei pünktlich und gepflegt⏰

Die Wohnungsbesichtigung ist deine erste Chance zu Punkten sei also: pünktlich, freundlich und interessiert. Kleide dich sauber und passend – ein Anzug ist nicht nötig, aber Jogginghose oder Sportkleidung wirken unprofessionell.

Du kannst den Termin auch nutzen, um Fragen zu stellen und Interesse zu zeigen. Das bleibt in Erinnerung und zeigt, dass du engagiert bist.

Eltern als Sicherheitsnetz💪

Wenn du als Studi allein nicht nachweisen kannst, dass die Miete gesichert ist, können Eltern oder andere Bürgen helfen. Sie können dem Vermieter oder der Vermieterin versichern, dass die Miete zuverlässig gezahlt wird. Das unterstreicht auch deine Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Die richtigen Fragen stellen💡

Neben Miete, Nebenkosten und Zimmeraufteilung lohnt es sich, auch über sensiblere Themen Bescheid zu wissen:

  • Wann wurde das Gebäude gebaut oder zuletzt renoviert?
  • Wie sind die Verkehrsanbindungen?
  • Gibt es Einkaufsmöglichkeiten, kulturelle Angebote oder Hausregeln?

Recherchiere vorher z. B. auf Google Maps, um den Fragenkatalog gut vorbereitet zu gestalten.

Welche Fragen darf der Vermieter/ die Vermieterin stellen?📋

Ähnlich wie in einem Bewerbungsgespräch musst du nicht alles, was gefragt wird beantworten. Fragen zu politischer Einstellung, Religion, Nationalität, Sexualität, Familienplanung oder Vereinen sind unzulässig.

Typische (und erlaubte) Fragen sind:

Persönliche Daten & Hintergrund

  • Dein vollständiger Name und Adresse
  • Alter/Geburtsdatum
  • Familienstand (nur relevant, wenn es z. B. um Wohngemeinschaften geht)

Wohnverhalten & Lebensstil

  • Anzahl der einziehenden Personen
  • Haustiere (ja/nein)
  • Rauchverhalten (Raucher/Nichtraucher)

Berufliche und finanzielle Situation

  • Studium / Ausbildung / Beruf (Studiengang, Hochschule, Semester)
  • Einkommen oder regelmäßige Geldquelle (Nebenjob, Bafög, Elternunterstützung)
  • Nachweise zur Mietzahlung: Einkommensnachweis, Mietschuldenfreiheit, Bürgschaft der Eltern

Fragen zu Referenzen & Bonität

  • Frühere Mietverhältnisse (falls vorhanden)
  • SCHUFA-Auskunft oder Bescheinigung über pünktliche Mietzahlungen

Tipp: Sei ehrlich bei allen relevanten Fragen, das wirkt vertrauenswürdig und erhöht deine Chancen auf die Wohnung.

Deine Bewerbungsmappe – was unbedingt rein sollte🗂️

Wenn du noch keine Unterlagen vorab eingereicht hast, nimm eine Bewerbungsmappe mit:

  • Personalausweis (Kopie)
  • Lebenslauf
  • Studentenausweis/Immatrikulationsbescheinigung
  • Einkommensnachweis

Wenn du noch kein eigenes Einkommen hast, kann eine Mietbürgschaft deiner Eltern helfen. Auch SCHUFA-Auskunft oder Nachweis über Mietschuldenfreiheit sind gern gesehen.

Überreiche deine Mappe am Ende des Besichtigungstermins. Eigeninitiative fällt positiv auf und kann dich von anderen Bewerber/-innen abheben.

Fazit

Mit guter Vorbereitung, einem gepflegten Auftritt und den richtigen Unterlagen kannst du den Vermieter/die Vermieterin von dir überzeugen. Reagiere schnell auf Inserate, präsentiere dich professionell, stelle kluge Fragen und sichere im Zweifel die Finanzierung ab. Dann stehen deine Chancen auf die Wunschwohnung deutlich besser!

FAQ

Welche Fragen sollte ich bei der Besichtigung stellen?

Du solltest Fragen stellen, die dir helfen, eine informierte Entscheidung über die Wohnung zu treffen, z. B.:
Wie hoch sind Nebenkosten und was ist enthalten?
Gibt es bekannte Mängel oder Reparaturbedarf? Welche Möbel können übernommen werden?
Sind Haustiere erlaubt und wie ist die Nachbarschaft?

Solche Fragen zeigen Interesse und können entscheidend für deine Lebensqualität in der Wohnung sein

Welche Fragen dürfen Vermieter/-innen nicht stellen?

Vermieter/-innen dürfen bei der Wohnungsbewerbung nur Fragen stellen, die direkt mit dem Mietverhältnis zu tun haben. Alles andere ist unzulässig.

Dazu gehören zum Beispiel:
Politische Meinung oder Parteizugehörigkeit
Religion oder Weltanschauung
Nationalität oder Herkunft
Gesundheit oder Krankheiten
Sexualität oder Familienplanung
Vereinsmitgliedschaften oder Hobbys

Du bist nicht verpflichtet, diese Fragen zu beantworten. Wenn du offen und ehrlich bei den relevanten Themen (z. B. Einkommen, Anzahl der einziehenden Personen, Haustiere) bist, bist du auf der sicheren Seite und zeigst trotzdem Vertrauen und Verlässlichkeit.

Können Studis eine Wohnung mieten?

Ja, Studierende können grundsätzlich eine Wohnung mieten – allerdings gibt es ein paar Punkte zu beachten:

Finanzielle Absicherung: Vermieter/-innen möchten sicher sein, dass die Miete zuverlässig gezahlt wird. Als Studierende/-r kannst du Einkommensnachweise, Bafög-Bescheide oder einen Bürgschaftsnachweis der Eltern vorlegen.

Unterlagen: Du solltest eine Bewerbungsmappe vorbereiten mit Personalausweis, Studentenausweis, Einkommensnachweis, ggf. SCHUFA-Auskunft und Nachweis über Mietschuldenfreiheit.

Verantwortung zeigen: Pünktlichkeit, ein gepflegtes Auftreten und gut vorbereitete Fragen bei der Besichtigung zeigen, dass du eine zuverlässige Mieterin bzw. ein zuverlässiger Mieter bist.
Nebenkosten
Mängel
Möbel übernehmen
Religion oder Weltanschauung
Nationalität oder Herkunft
Sexualität oder Familienplanung
ggf. mit Bürgschaft
vollständige Unterlagen
Verantwortung zeigen
Support statt Gatekeeping

Sophie Bikkel

Student Communication Managerin

Seit 2024 kümmert sich Sophie als Student Communication Managerin sorgsam um unsere Studis und weiß genau, was sie aktuell beschäftigt. Durch ihren Anglistik-Bachelor in Kombination mit Kommunikation & Medien kann sie Themen wie das Anfertigen einer Thesis, Sorgen rund um Finanzen im Studium und den Start ins Berufsleben bestens nachvollziehen – und möchte Studis aktiv dabei helfen, diese Herausforderungen erfolgreich und entspannt zu meistern.